Ein Sieg und zwei Podien

Mit fünf Fahrern reiste das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base am vergangenen Wochenende zum Auftakt des ADAC SX Cup nach Stuttgart und hatte dort nach einem sehr guten ersten Rennabend auch etwas Pech.

Der schnellste Mann im Team ist ganz klar SX1-Pilot Cole Martinez und das zeigte der in den USA lebende Kanadier vom ersten Training an. Nach der schnellsten Zeit in seiner Quali-Gruppe folgte der direkte Weg, inklusive Halbfinalsieg, ins Finale. Dort ankommen, machte sich der Suzuki-Pilot nach dem Start auf die Jagd nach der Spitze und beendete das Rennen knapp hinter dem Sieger als Zweiter: „Ich wollte gegen Ende noch den Führenden angreifen, aber der ist perfekt gefahren und machte einfach keinen Fehler. Der zweite Rang geht in Ordnung und ich hoffe morgen ganz oben auf dem Podium zu stehen“ sagte Cole beim Podiumsinterview.

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Am Samstag machte Martinez da weiter wo er zuvor aufhörte und kam als Zweiter im Vorlauf souverän ins Halbfinale. Nun sollte es aber bergab gehen und nach Stürzen musste er das Rennen vorzeitig beenden. Cole verdrehte sich dabei den Fuss, versuchte aber trotzdem sich im Hoffnungslauf für das Finale zu qualifizieren, was nicht klappte. Derzeit befindet sich Cole in medizinischer Behandlung und wird in München ziemlich sicher an den Start gehen.

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In der SX2 kam Gradie Featherstone immer besser zurecht. Der junge Brite wird nach seiner Handverletzung aus der Outdoor-Saison immer schneller und nachdem er sich am Freitagnachmittag noch über das Last-Chance-Rennen für die Wertungsläufe qualifizieren musste, schaffte er es einen Tag später direkt mit der zweitschnellsten Zeit seiner Gruppe. Nach den Rängen sieben und acht am Freitag, fuhr der 19-Jährige am Samstag noch besser und kam als Vierter und Fünfter ins Ziel. In der Cup-Wertung belegt Gradie den hervorragenden sechsten Tabellenrang.

Einen perfekten Start in die deutsche SX-Saison erwischte John-Pascal Gieler in der SX3. Bei den Nachwuchspiloten mit Bikes bis 85 ccm dominierte Johnny den Freitag und übernahm selbst nach mäßigem Start im Finale schnell die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Mit dem Tagessieg im Rücken gewann der 15-Jährige auch die Qualifikation am Samstag und lag nach gutem Start im Finale bereits in Führung. Leider stürzte der jüngste Fahrer im Team in der dritten Runde und beendete das Rennen als Dritter. In der Gesamtwertung liegt John auf dem zweiten Rang in Reichweite zur Tabellenspitze.

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Weniger gut lief es für SX1-Pilot Nick Kouwenberg und SX2-Mann Kade Tinkler-Walker. Während der ehemalige Europameister Kouwenberg völlig neben sich stand, das ganze Wochenende nicht zurecht kam und bereits in den Vorläufen ausschied, musste Kade verletzt die Segel streichen. Im ersten SX2-Finale des Abends stürzte der Kanadier in der Rhythmus-Sektion und wird sich aufgrund einer schweren Knie-Verletzung einer Operation unterziehen müssen.

Teamchef Michael Peters zu Stuttgart: „Das Wochenende ist für uns gut gestartet und schlecht geendet. Wir hatten eine perfekte Truppe für diese Saison, doch durch die Verletzungen hat sich das leider ganz schnell gedreht. Cole hatte am Freitag keine Probleme und es lief nahezu perfekt. Ob der Samstag so hätte verlaufen müssen, sei mal dahin gestellt. Gradie wird von mal zu mal schneller und von Rang sechs in der Meisterschaft hat er eine gute Ausgangsposition. Johnny hat gezeigt was er drauf hat, auch wenn der eine kleine Fehler etwas ärgerlich war. Kade hat bereits seit längerem Probleme mit seinem Knie, aber mit der erneuten Verletzung kommt er nicht um eine Operation herum. Er ist bereits in ärztlicher Behandlung und wir werden ihm dabei helfen, wieder gesund zu werden. Zu Nicks Leistung brauche ich nicht so viel zu sagen, das war nichts.

Bereits am kommenden Wochenende startet die zweite Runde zum ADAC SX Cup in München. Alle Infos zum deutschen Auftakt finden Sie auf www.supercrossmuenchen.de

Bilder: Clemens Bolz

 

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