Dritter Streich von Cunningham

Das letzte Rennen zum ADAC SX-Cup fand traditionell am vergangenen Wochenende in der Dortmunder Westfalenhalle statt und das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base holte mit Kyle Cunningham den letzten fehlenden SX-Titel ihrer Sammlung: Der König von Dortmund.

Das Wochenende begann für den US-Boy nahezu perfekt: Als Schnellster in seiner Quali-Gruppe und Zweiter im Vorlauf schaffte Cunningham gewohnt souverän den Sprung ins Halbfinale. Dort angekommen begann eine Sturzserie des Suzuki-Piloten, die ihm am Ende den vorzeitigen Abschied aus dem Freitagsfinale einbrachte: Im Halbfinale bin ich mit den Positionen durcheinander gekommen und dachte ich muss noch einige Plätze gut machen. Was im Finale passiert ist, kann ich auch nicht so genau sagen. Ich wußte aber, dass an drei Tagen jede Menge passieren kann und meine Chancen noch nicht vorbei waren.

Der Samstag und Sonntag verlief hingegen wieder im Cunningham-Style: Auf dem Sieg im Samstagsfinale folgte der zweite Rang am Sonntag, was insgesamt zum Triumpf in der Wertung „König von Dortmund“ reichte: „Ich versuchte an beiden Tagen ohne Stürze zügig nach vorn zu fahren. Nur am Sonntag habe ich mir das Leben mit schlechten Starts selbst schwer gemacht. Wir haben nach Freitag ein paar Kleinigkeiten am Bike geändert und ich danke dem gesamten Team für ihre harte Arbeit und die Möglichkeit, hier in Deutschland an den Start zu gehen. Ich hoffe, dass ich im nächsten Winter wiederkommen kann.

Nach den Siegen in München und Chemnitz holte Cunningham also den dritten Königstitel in Folge und wurde in der Gesamtwertung des ADAC SX-Cup auch ohne den Start beim Auftakt in Stuttgart souveräner Zweiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als zweiter SX1-Pilot ging Geran Stapleton an den Start. Das Wochenende fing allerdings schon bescheiden für den US-Boy an. Stapleton’s Gepäck ist der Fluggesellschaft abhanden gekommen und der US-Boy musste am Freitag mit geliehener Kleidung und Protektoren auf die Strecke gehen. Für Samstag war alles wieder da und Stapleton schaffte den Sprung ins Halbfinale: „Ich hatte noch etwas Probleme das richtig Setup zu finden“, resümierte der Amerikaner.

Am dritten Tag erwischte es Stapleton heftig und er musste das Wochenende vorzeitig beenden: „Ich weiß nicht genau was der französische Fahrer da vor hatte, aber er räumte mich ziemlich heftig ab. Danach war nicht nur ich krumm, sondern auch mein Bike“, schilderte er den Sonntag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein gemischtes Wochenende erlebte der einzige SX2-Pilot im Team. Gradie Featherstone qualifizierte sich jeden Tag für die besten zwölf Finalfahrer, machte sich das Leben aber mit schlechten Starts selbst schwer: „Dortmund war für mich mittelmäßig, es hätte besser aber auch schlechter laufen können. Ein Highlight ist sicherlich die schnellste Quali-Zeit am Sonntag“, zieht der Brite sein Fazit. Mit einigen vierten und fünften Plätzen beendete er die Prinzen-Wertung auf Rang fünf.

Teamchef Michael Peters zu Dortmund: „Am Ende war es dann doch noch ein sehr erfolgreiches Wochenende für uns. Wir haben auch nach Freitag daran geglaubt, dass Kyle noch König werden kann und er hat es, wie auch in München und Chemnitz, absolut professionell durchgezogen. Der Königstitel in Dortmund fehlte noch in unserer Sammlung. Nach Stuttgart hatte ich etwas Bedenken, aber mit den Königstiteln in Zuidbroek, München, Chemnitz und Dortmund ist die Saison bestens gelaufen. Das wir die Meisterschaft am Freitag verpassten war ärgerlich, denn es wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Alles in allem war es eine sehr gute Supercross-Saison für uns.

Bilder: Steve Bauerschmidt

 

WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com